HYGIENEMANAGEMENT

Wir managen Ihre Hygiene. Die Anforderungen an die Hygiene steigen kontinuierlich. Das Robert Koch-Institut, die Berufsgenossenschaften, das Infektionsschutzgesetz u. a. bestimmen und empfehlen konkrete Hygienemaßnahmen, deren Umsetzung der Gesetzgeber überprüft. Wir bieten Ihnen qualitativ hochwertige Produkte, Hilfsmittel und Serviceleistungen.

Ein Hygieneplan setzt sich aus einzelnen fachbezogenen Hygieneanleitungen zusammen, die sowohl zum Schutz der zu betreuenden Patienten bzw. der zu betreuenden Personen als auch zum Schutz des Personals schriftlich festzulegen und zu beachten sind. Im tätigkeitsbezogenen Hygieneplan ist regeln, wann welche Maßnahmen wie und von wem durchzuführen sind.

 

  • Allgemeine Personalhygiene (Bereichskleidung, Händedesinfektion, Händewaschung, Händepflege)
  • Allgemeine Desinfektionsmaßnahmen (Umgang mit Desinfektionsmitteln, Desinfektion und Instrumentensterilisation)
  • Spezielle Hygienemaßnahmen in verschiedenen Funktionsbereichen (u. a. Bereich spezifische Festlegungen zur Kleidung, Isolierungs-, Schutz- und Desinfektionsmaßnahmen bei übertragbaren Krankheiten, Patientenvorbereitung bei Eingriffen)
  • Ver.- und Entsorgungsrichtlinien (Sterilgutversorgung und Lagerung, Wäsche, Abfallentsorgung)
  • Mikrobiologische Diagnostik (mikrobiologische Kontrollen, Entnahme und Transport von Proben)
  • Aushänge Reinigungs- und Desinfektionsplan, Handschuhplan, Hautschutzplan, Betriebsanweisung
  • Anlagen (zum Beispiel Bestandsverzeichnis der Medizinprodukte gem. MPBetreibV, Risikoeinstufung von Medizinprodukten, Gefahrstoffverzeichnis)

Wir beraten Sie umgehend und unverbindlich über unser Leistungsangebot.

 

Wichtige Information zur Änderung des Infektionsschutzgesetztes

Das Bundeskabinett hat Mitte März 2011 eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 8. Juli 2011 das Infektionsschutzgesetz durch den Beschluss des Bundesrates gravierend geändert und Voraussetzungen geschaffen, die Hygienequalität bei medizinischen Behandlungen zu verbessern.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von multiresistenten Erregern, die schwere Infektionen verursachen.

Flächen und Geräte in der Umgebung des Patienten können nach einer Kontamination oder unzureichender Aufbereitung zur gefährlichen Infektionsquelle werden. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über die Hände der medizinischen Mitarbeiter. Deshalb ist auch laut RKI ein „striktes Hygienemanagement dringend erforderlich, um eine Übertragung auf andere Patienten zu vermeiden“(§ 23 Abs. 4 ff. IfSG).

Die Richtlinien zur Infektionsprävention vom Robert-Koch-Institut RKI sind durch die Änderung des Infektionsschutzgesetztes ISfG zum Gesetz für Hygienemaßnahmen geworden. Wer grundlos von Standardmethoden zur Bekämpfung möglicher bekannter Risiken abweicht, muss Schadensersatzansprüche und die Folgen einer Beweislastumkehr im Schadensfall fürchten (BGH NJW 1983, S. 2080, 2081). 

Kriterien sicherer Versorgung

  •  Sicherstellung geeigneter personeller Voraussetzungen wie der Präsenz von Hygienefachkräften mit Gewähr des notwendigen Informationsflusses zum umfassenden Hygieneschutz 
  • Schulung der Mitarbeiter und mindestens jährliche Personalfortbildung zur Förderung der Compliance festgelegter und als effizient erkannter Methoden (z. B. Regime der Händehygiene)

Dokumentation schützt!

Die Dokumentation ordnungsgemäßen Handelns gilt nach der Regel des „prima-facie“ –Beweises als in der Praxis kaum zu erschütternder Nachweis sicherer Versorgung!

Die Entscheidungskriterien unterliegen einer objektiven Risikobewertung und nicht der Parole: "Es ist doch immer gut gegangen". "Das Recht trägt der geschichtlichen Entwicklung der naturwissenschaftlichen-medizinischen Entdeckungen Rechnung, in der die nötige Durchsetzung des Neuen gegen das im Bisherigen Befangene imponiert".

Quelle: Hans-Werner Röhling, Richter am Amtsgericht Gladbeck und Experte für Medizinrecht.

Schulungsschwerpunkte:

  • Einführung in die aktuellen Gesetze / Richtlinien
  • Mikrobiologie: Verhalten und Umgang bei MRSA (MRE) / NORO / ROTA-Virus
  • Wirkungsweise der Desinfektionsmittel
  • Erläuterung gezielter und ungezielter Desinfektionsmaßnahmen
  • Schutzkleidung PSA / Arbeitskleidung / Generelles zur Kleiderordnung
  • korrekte Vorbereitung eines Behandlungsablaufes z.B. Verbandwechsel
  • Umgang mit Spritzen / Kanülen
  • Händehygiene nach EN 1500 mit praktischer Prüfung
  • Test mit einem fluoreszierenden Händedesinfektionsmittel unter ultravioletten Licht
  • Rechtssicheres Hygienekonzept