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Bandagen


Bandagen sind körperteilumschließende oder körperteilanliegende, meist konfektionierte Hilfsmittel. Ihre Funktion ist es, komprimierend und/oder funktionssichernd (unterstützend, stabilisierend, bewegungslenkend) zu wirken. Hierbei können auch mehrere Eigenschaften kombiniert sein. Bandagen dienen überwiegend der Behandlung von akuten, aber auch von dauerhaft anhaltenden Weichteilerkrankungen. Sie stabilisieren und stützen, fixieren den Bewegungsapparat auf bestimmte Bewegungsrichtungen und entlasten Gelenke und Bänder.

Verordnung
von Bandagen

Bandagen sollten immer auf einem separaten Rezept verordnet werden, auf dem das Feld Nummer 7 (Hilfsmittel) mit einer "7" markiert wird. Das Rezept muss darüber hinaus folgende Angaben enthalten:

genaue Indikation/Diagnose (ICD-10 Code)
Anzahl
Produkt
Angabe der Hilfsmittelnummer wenn möglich

 

Budgetierung
von Bandagen

Zwischen Arznei- und Heilmitteln einerseits und Hilfsmitteln andererseits ist zu unterscheiden
Eine Budgetierung für Hilfsmittel besteht nicht.
Nach § 33 Absatz 1 SGB V haben Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung "Anspruch auf Versorgung mit […] orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um
- den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern,
- einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder
- eine Behinderung auszugleichen."

 

Gesetzliche Zuzahlung
durch Versicherte

Nach der Festlegung in § 33 Absatz 8 SGB V leisten Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, zu jedem Hilfsmittel, das zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben wird eine Zuzahlung.
Die Höhe der Zuzahlung richtet sich nach § 61 SGB V und beträgt 10% des Abgabepreises, mindestens jedoch 5,00 EURO und höchstens 10,00 EURO; allerdings jeweils nicht mehr als die Kosten des Mittels.
Die Zuzahlungen sind jedoch nur bis zum Erreichen der Belastungsgrenze zu leisten.
Der Einzug der gesetzlichen Zuzahlung hat gemäß § 43b SGB V durch den Leistungserbringer zu erfolgen. Die eingezogene Zahlung ist mit dem Vergütungsanspruch des Leistungserbringers gegenüber der Krankenkasse zu verrechnen.

Das bedeutet, dass sich der Vergütungsanspruch des Leistungserbringers für das gelieferte Hilfsmittel gegenüber der Krankenkasse entsprechend um den Zuzahlungsbetrag verringert.

 

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