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Luttermann / Themenschwerpunkt

Anale Irrigation

​Es handelt sich hierbei um ein Therapieverfahren mit Schwerpunkt der Behandlung von neurogen bedingten Darmfunktionsstörungen, wie bei:

Querschnittslähmung
Multiple Sklerose
Spina Bifida

Ziel der Versorgung

Verbesserung der Lebensqualität durch geregeltes Darmmanagement. Durch den geregelten und geplanten Einsatz der Irrigation können Patienten zum einen beschwerdefrei Ihren Darm entleeren, zum anderen eine Kontinenz erreichen.

Bei der analen Irrigation wird nach einem festgelegten Zeitschema über einen rektalen Katheter eine definierte Flüssigkeitsmenge in den Darm gebracht, dort nach kurzer Einwirkzeit kontrolliert mit dem Darminhalt abgelassen.​

 

Service und Beratung

Gerne bieten wir Ihnen einen persönlichen Beratungstermin durch unser Fachpersonal an, um mit Ihnen gemeinsam Ihre offenen Fragen und die weitere Vorgehensweise zu klären.

Unterstützt Ihr behandelnder Arzt diese Therapieoption und stellt ein entsprechendes Rezept aus, wird Ihr Luttermann Fachberater, nach Genehmigung der Krankenkasse, Sie in der Klinik oder häuslichem Umfeld in die Anwendung des Systems einführen.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin über unsere
Servicerufnummer 0201 82050-752  oder senden Sie uns Ihre Anfrage
per E-Mail an termine_cc@luttermann.de

 


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Die Vorteile

Kürzere Stuhl-/ Darmentleerungszeiträume
Sehr schonend, da die Anwendung medikamentenfrei erfolgt (ausschließlich mit Wasser)
Selbständige Durchführung – selbst bei eingeschränkten körperlichen Gegebenheiten – möglich
Wiederherstellung der Stuhlkontinenz möglich
selbstbestimmtes Zeitmanagement
Übernahme durch die Krankenkasse möglich
Bis zu 48 Stunden stuhlfrei
Verbesserung der Lebensqualität

 

Indikationen

Darmentleerungsstörungen
Störungen der Transportfunktion
Stuhlinkontinenz
Obstipation
Neurogene Darmfunktionsstörungen
Unverhältnismäßig lange Ausscheidungszeiten

 

Kontraindikationen

Anal- oder Kolorektalstenose
Kolorektalkarzinom
Akute entzündliche Darmerkrankungen
Akute Divertikulitis
Innerhalb von 3 Monaten nach einer Darmoperation
Innerhalb von 4 Wochen nach einer endoskopischen Polypentfernung im Darm
Nichtinfektiöse Dickdarmentzündung (infolge Durchblutungsstörungen)
Schwangerschaft

 

Voraussetzungen

Motivation des Patienten
Mindestalter von 3 Jahren
Handfunktion
Zustimmung durch den Patienten
Ärztliche Anordnung
Ausschluss der Kontraindikationen

 

Das System besteht aus verschiedenen Komponenten:

Rektalkatheter

Rektalkatheter ist hydrophil beschichtet so dass er keine Verletzungen verursachen kann. Der blockbare Ballon am Katheterende verhindert das Herausrutschen

 

Wasserbehälter

Das Fassungsvermögen beträgt 1000ml.
Die Irrigation erfolgt mit normalem Leitungswasser.

 

Steuereinheit

Mit ihr wird der ganze Irrigationsvorgang gesteuert
Blocken des Katheters, Spülen in den Darm und das Entblocken des Katheters wird über diese Einheit geregelt.
Kann am Oberschenkel befestigt oder aber auch um den Hals getragen werden.

 

 

Frequenz der Irrigation

Anfänglich sollte die ersten 3-4 Wochen täglich irrigiert werden, damit der Darm sich an die Irrigation gewöhnen kann
Nach der Gewöhnung kann in der Regel alle 2 Tage irrigiert werden
Der beste Zeitpunkt zur Irrigation ist in der Regel Morgens ca. 30 min. nach der Nahrungsaufnahme, denn dann wird ein Reflex ausgelöst, der die Massenbewegung des Darmes anregt, was sich unterstützend auf den Vorgang der Irrigation auswirkt
Bei Kindern sollte die Irrigation auf den Abend verlegt werden, da eine Durchführung vor der Schule demotivierend wirkt


Wichtig für den Erfolg der Irrigation ist jedoch die konsequente Einhaltung des festgelegten Rhythmus.

 

Für die Rezepterstellung durch den behandelnden Arzt:

Erstversorgung:         z.B.  1x Peristeen Komplettsystem Standard, 2x Verbrauchseinheit

Folgeversorgung:       1x Verbrauchseinheit (bei Irrigation jeden 2. Tag)/Monat

Folgeversorgung:       jedes 2. Quartal zusätzlich 1x Peristeen Komplettsystem standard

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